Sonntag, 24. Februar 2008

Gemeindeeinsatz in Remscheid...


Gerade komme ich von einem arbeitsreichen Wochenende. Mit vier Leuten vom Bibs war ich auf Gemeindeeinsatz in Remscheid in Melle's Heimatgemeinde.
Freitag Nachmittag gings los. In Remscheid angekommen wurden wir herzlichst von Melanies Eltern versorgt. Ihr Haus hat auch genug Platz, damit wir fünf dort übernachten konnten.
Freitagabend setzen wir uns nach dem guten Essen gemütlich zusammen und sprachen unseren Einsatz (und die Aufgaben jedes Einzelnen) noch einmal durch.

Alle Schüler unserer Schule gestalten ja einen Gemeindeeinsatz mit. Wir werden jeweils in Gruppen aufgeteilt (von min. 5 Leuten) und fahren in die unterschiedlichsten Gemeinden und machen natürlich auch die unterschiedlichsten Programme (sei es einen Jugendgottesdienst gestalten oder ähnliches).
Wir hatten uns überlegt, eine Art „Seminartag“ für die Jugend und Jugendmitarbeiter zu machen und haben diesen dann am Samstag „durchgeführt“. Die Gruppe bestand am Ende aus 30 Leuten! Das Ziel sollte es sein, dass die Jugendlichen ihren Glauben neu entdecken und wertschätzen und das sie verstehen das Glauben wertvoll ist, weil er uns in Gemeinschaft mit Gott und dem heiligen Geist stellt.

Begonnen haben wir vormittags mit einem etwas theoretischen Teil, der alle ein bisschen „auf den gleichen Stand“ bringen sollte. Wer bin ich und wo stehe ich im Glauben? Wer ist eigentlich Jesus? („Was sagen die Leute wer ich bin?“). Wir kamen nach uns nach zu der Frage: WARUM DIE GUTE NACHICHT überhaupt GUT IST. Was macht die gute Nachicht Gottes derart sinnvoll, dass es sich wirklich lohnt sie weiter zu sagen?! (Wer Genaueres wissen will, kann uns ja in seine Gemeinde einladen! ;-) )

-MITTAGSPAUSE-

In der Mittagspause wurde für alle Pizza bestellt. Das hab ich auch noch nicht erlebt: So viele Familienpizzen auf einem Haufen und viele hungrige Leute drum herum :D (Auf dem Bild ist alles schon leer gegessen...)

Der Nachmittagsteil wurde dann etwas praktischer. Nachdem wir gemeinsam verstanden hatten, warum es sich lohnt, die GUTE NACHICHT weiter zu sagen haben wir Ideen entwickelt, wie man SIE nun weiter sagen kann.
Zunächst sollten sich alle in Gruppen überlegen, wie man eine bestimmte Zielgruppe errreichen könnte und ein Konzept für die Arbeit erstellen und später präsentieren. Sie sollten sich dabei vorstellen, dass sie so viel Geld zur Verfügung haben, wie sie brauchen, dass auch genügend Mitarbeiter da sind und die Bedingungen einfach optimal sind.
Es sind tolle Ideen entstanden, doch danach war es an der Reihe, diese Ideen auf die Realität und auf die Stadt Remscheid runter zu brechen.
Der Tag war alles in allem sehr „abgerundet“ und hat sehr viel Spaß gemacht. Die Jugendlichen haben bereits eine sehr gute Gemeinschaft untereinander und auch einen guten Draht zu Gott. Wichtig war uns aber jetzt, ihnen rüber zu bringen, dass es wichtig ist, dass sie sich nicht nur an diesem „guten Verhältnis“ erfreuen sondern, dass sie darüber nicht die vielen Anderen Leute vergessen. Es kommt dabei nicht unbedingt darauf an, ständig Flyer zu verteilen (obwohl Gott sicher auch so wirken kann). Sondern: Wenn man wirklich neue Leute für den Glauben erreichen will (und für Jugendgottesdienste und die Gemeinde begeistern), dann gehört Beziehungen bauen einfach dazu. Es gehört dazu, Leute Wert zu schätzen, ihnen Akzeptanz und Liebe entgegen zu bringen und vor allem sich auch erst einmal in deren Richtung auf zu machen!
Denn das was die Leute wollen geht sicher über einen Jugendgottesdienst hinaus. Wenn es funktioniert, sie zu einem einzuladen, dann wird sich vielleicht trotzdem bei den Leuten nichts tun, weil sie vielleicht einfach keiner in der Gemeinde angesprochen hat. Wir soll er dann von Gottes Liebe erfahren, wenn sie ihm keiner zeigt, indem er auf ihn zu geht.
Ich bin wirklich noch sehr in diesem Thema drin und es gibt noch so viel zu sagen, aber das findet dann wo anders Platz. Für diesen Blog solls erst mal reichen ;-)

Am Sonntag waren wir noch im Gottesdienst dabei. Wir durften uns auch noch einmal explizit vorstellen, haben auch ein Lied mit der Jugend zusammen gesungen und Melanie hat gepredigt.
(Ich muss es einfach bemerken: Sie hat nämlich als erste Frau in dieser Gemeinde gepredigt!!!) :-)
Einige Jugendliche haben auch erzählt, was wir am Tag zuvor so gemacht haben und was sie sich mitgenommen haben- das war ein gutes Feedback für uns! Danke Jesus!

Ein wirklich schönes Wochenende, denn unsere Gruppe hat sich wirklich mal wieder sehr gut ergänzt (wie man es am Bibelseminar öfter erlebt bei so vielen Leuten unterschiedlicher Herkunft und Gemeindehintergrund)!!!!!